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Zecken – Gefährliche Blutsauger

Die Gefahren

Sie lauern in Gräsern und Hecken. Monatelang kommen sie ohne Nahrung aus. Doch wenn im Frühling die Temperaturen steigen, werden die kleinen Blutsauger aktiv. Der Biss einer Zecke ist nicht schmerzhaft, weshalb ihn auch viele Menschen gar nicht bemerken. Dabei saugt sich das Krabbeltier nicht nur mit Blut voll, sondern es kann andererseits auch zwei gefährliche Krankheiten übertragen, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Das Risiko, von einer infizierten Zecke gebissen zu werden, beträgt bei der FSME etwa 1:500, bei der Borreliose 1:300.

Vorsorge

Der FMSE kann mit einer Impfung wirkungsvoll vorgebeugt werden. Sie ist besonders für den Aufenthalt in Risikogebieten zu empfehlen. Eine Impfung gegen die Borreliose gibt es in Deutschland noch nicht, es wird jedoch bereits an einem Impfstoff gearbeitet.

Sofortmaßnahmen

Wird der Zeckenbiss rechtzeitig bemerkt, verhindert man durch vollständiges Entfernen dieses „kleinen Vampirs“ meist eine Infektion mit den Erregern. Das gilt zumindest für die Borreliose-Erreger, die im Darm der Zecke sitzen und einige Stunden bis Tage brauchen, um von dort in den menschlichen Blutkreislauf zu gelangen. Entscheidend ist, die Winzlinge komplett zu entfernen.

Zeckenzange

Hinweis: Bei der Entfernung kein Öl usw. verwenden, da sonst erhöhte Infektionsgefahr besteht, anschließend Bißstelle desinfizieren. Bitte den Arzt aufsuchen, wenn sich eine lokale Reaktion (Rötung, etc) zeigen sollte, oder wenn Sie sich in einem Gebiet aufhalten, in dem FSME (Hirnhautentzündung) häufig auftritt.

Das kann mittels spitzer Fingernägel, Pinzette oder einfach mit der Zeckenzange aus der Apotheke erfolgen. Dabei sollte die Zecke vorsichtig herausgezogen, jedoch nicht herausgedreht werden. Auch ein Kälteschock mit Eisspray ist sehr hilfreich; die gefrostete Zecke lässt sofort los und sich mühelos entfernen.

Sammeln Sie die Zecke oder ggf. alle Zecken nach der Entfernung ein! Dann können ein behandelnder Arzt oder Sie selbst mit einem Gentest rasch feststellen lassen, ob das Tier mit einem der gefürchteten Krankheitserreger infiziert war.

Beobachtung

Wer sich an keinen Zeckenbiss erinnert, aber an einer vermeintlichen „Sommergrippe“ erkrankt, sollte ebenfalls an eine Lyme-Borreliose oder an FSME denken. Denn viele Patienten klagen zu Beginn der Erkrankung über Beschwerden wie Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen und leichtes Fieber. Bei einer Infektion mit Borrelien bildet sich um die Einstichstelle ein rötlicher Ring, der sich langsam vergrößert. Wird die Lyme-Borreliose in diesem Frühstadium erkannt, kann sie gezielt mit Antibiotika behandelt werden – mit guten Heilungschancen. Bleibt sie unerkannt, drohen als Spätfolge schwere Nerven- und Gelenkleiden.

Welche Regionen das sind, erfahren Sie bei Ihrem Arzt oder bei uns in der Friedrich-Wilhelm-Apotheke. Die Impfung kostet übrigens weder den Arzt noch den Patienten etwas. Und nach drei Impfungen im Abstand von einem bis drei und acht bis zwölf Monaten entsteht ein fast 100-prozentiger Schutz vor FSME, der bis zu fünf Jahre anhält.

Weitere Informationen im Web

http://www.zecken.info/
Der Impfstoffhersteller Chiron Behring informiert

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http://www.dr-hagen.de/fwa/themata/parasiten/zecken/, Stand: 7. Juni 2005, kw