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Folsäure verhilft zum Glücklichsein

Dass Folsäure ein Vitamin ist, noch dazu ein sehr wichtiges, ist den wenigsten Menschen bekannt. Jüngere Frauen erfahren oft erstmals etwas darüber, wenn sie schwanger sind, denn bei der Entwicklung des Fötus spielt Folsäure eine große Rolle. Mittlerweile bekommt nahezu jede werdende Mutter Folsäure von ihrem Arzt, noch vor drei Jahren war das nicht so. Folsäure ist für die Entwicklung des zentralen Nervensystems des Kindes unerlässlich, fehlt sie in der ersten Schwangerschaftshälfte, kann das Kind sogar mit einem offenen Rücken (Spina bifida) und geistigen Schäden geboren werden.

Doch nicht nur bei der Entstehung neuen Lebens spielt Vitamin B9, wie Folsäure auch heißt, eine große Rolle. Es ist für die Blutbildung und die Produktion der menschlichen Glückshormone bedeutsam. Mit seiner Hilfe werden die beiden Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin gebildet. Das erste verhilft zu einem ruhigen Schlaf, letzteres zu Aktivität am Tag. Bei rund einem Drittel der Patienten wird ein zu niedriger Folsäurewert im Blut festgestellt. Weitere Mangelerscheinungen können sich äußern in Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, fehlender Leistungsfähigkeit, Angstgefühl, Blutarmut, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Störungen im Verdauungstrakt. In einigen Fällen kann Folsäuremangel sogar ein Grund für ungewollte Kinderlosigkeit sein.

Nach neuen Erkenntnissen hat Folsäure eine ähnliche antioxidative Wirkung wie die Vitamine C und E. Das heißt, dass es bei der Eindämmung der sogenannten freien Radikale hilft, die Arterienverkalkung, Herzinfarkt und sogar Krebs hervorrufen können.

Beste Vorbeugung gegen Folsäuremangel ist der Genuss von viel Gemüse, am besten als Rohkost. Denn zu lange Garzeiten können das Vitamin zerstören. Besonders viel Folsäure ist in Sojabohnen, Fenchel, Brokkoli, Spinat, Spargel sowie in Rinderleber enthalten. Wer Aspirin, Antibiotika, Krebsmedikamente oder die Anti-Babypille einnimmt, hat einen erhöhten Folsäurebedarf. Ebenso chronisch Kranke, Raucher und Alkoholabhängige. Sie benötigen eventuell Folsäure als Nahrungsergänzung.

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http://www.dr-hagen.de/fwa/themata/nahrungplus/folsaeure/, Stand: 20. August 2003, jk